Ranking-Hits

Online 
Counter

Logbuch der Anthana << aktueller Logbucheintrag


28.09.2007 
Lat 28° 55,023' N      Lon 013° 42,048' W
Törnende und offizielles Ende der Überführungstörns
Der Törn ist zuende, die Crew putzt sogar auch innen, macht Stadtbummel, kauft Andenken für die Daheimgebliebenen... der Skipper wäscht Wäsche in der Selbstbedienungswäscherei - erkundet einen Friseur (Peluqueria), findet ihn aber nicht... die Haare bleiben lang.

Die Crew ist Jet-Ski-Fahren (statt segeln) in Puerto del Carmen und bereitet sich auf die Abreise vor....

Den Abend verbringen wieder alle gemeinsam in der Taverna - diesmal schocken wir die Kellner nicht mit der Anzahl der Tapas, die wir immerhin auf 15 reduzieren... aber dafür gibt es teilweise 2 Portionen Profiteroles... erneutes Kopfschütteln...


27.09.2007 
Lat 28° 55,022' N      Lon 013° 42,046' W
Hafentag in Puerto Calero
713 sm hat die Crew auf dem Buckel - insgesamt waren es 2663 sm von Kiel nach Lanzarote - in nicht ganz 6 Wochen inkl. Hafentage. Die Yacht ist von Essaouira noch ganz dreckig - ein sehr rußender Generator eines Fischers hinterlies auch dank des kräftigen WIndes den ganzen Ruß und Dreck überall auf der Yacht - bis hinauf in die Wanten....

Große Außenreinigungsaktion der Yacht neben Erkundung der Umgebung lassen den Tag ganz schnell vergehen.

Abends schocken wir in der Marinaumgebung die Kellner der Taverna: 18 Tapas - alle sehr reichlich - plus Dessert für jeden... Kopfschüttelnd bedienen sie uns aber sehr freundlich... und die Tapas sind einfach köstlich!


26.09.2007 
Lat 28° 55,021' N      Lon 013° 42,047' W
34 sm Segeltörn von Caleta del Sebo nach Puerto Calero
Gestern abend war der Hafenmeister nicht mehr da... also heute morgen heißt es auf zu ihm...

Am Büro angekommen, kommt just die freundliche Securitas-Dame von gestern abend heraus, erblickt den Skipper und schaut demonstrativ weg, geht wieder ins Büro und flüstert mit dem Hafenmeister...

Als der Skipper endlich rein darf, ist der Hafenmeister sehr reserviert, aber freundlich. Die Formalitäten dauern wie üblich ein bißchen... der Skipper erblickt auf dem PC-Bildschirm den geöffneten WIndfinder und fragt nach dem Wetter... Ein bißchen Plauderei über die verschiedenen Wetteranbieter, ein bißchen Spaß und schon lächelt er... Aber wir müssen trotzdem, wie unsere Nachbaryacht unseren Liegeplatz verlassen, da sich ein großer Catamaran angemeldet hat. Wir dürfen uns aber zur Überbrückung an die wirklich gute Fischerpier verholen, was wir gegen 1130 auch tun. Eigentlich wollten wir noch einen Tag bleiben... laufen dann aber nach gutem Frühstück mit spanischen süßen Stücken / Kuchen aus.... Umrunden die Nordspitze Lanzarotes und Höhe Puerto del Carmen machen wir mangels Wind - zwischenzeitlich eingeschlafen - eine Badepause für Petra, Lars und Jürgen.

Gegen 1900 BZ haben wir bereits DIesel gebunkert und machen dann in der großzügigen Marina von Puerto Calero fest... römisch katholisch.

Zum Essen fahren wir mit zwei Taxis nach Puerto del Carmen, das sich in den letzten 20 Jahren wie erwartet/befürchtet sehr verändert hat. Allerdings sind trotz merklicher Kommerzialisierung die Restaurants nach wie vor sehr gut und lecker...


25.09.2007 
Lat 29° 30,718' N      Lon 013° 02,574' W
La Graciosa
Die Nachtwachen funktionieren bei dem eingespieltem Team hervorragend und morgens um 0850 - in noch nicht einmal 24 Stunden - haben wir 174 sm ersegelt ... na ja, der Anthana-Rekord mit 193 sm in 24 Stunden aus der Biskaya bleibt erstmal ungebrochen.

Mittags kommt Land in Sicht - zunächst können wir Lanzarote erkennen und dann auch La Graciosa... Dem Skipper wurde schon oft und viel von dieser Lanzarote vorgelagerten Insel vorgeschwärmt... Alle sind sehr gespannt und neugierig. Gegen 1700 laufen wir durch die Hafeneinfahrt und wollen gerade einen idealen Liegeplatz anlaufen, als eine runde und doch quirlige Securitas-Beamtin ;-) schreient und später auch pfeifend einen anderen Liegeplatz in der zweiten Reihe zuweist... Schweren Herzens unterwerfen wir uns. Kaum sind wir fest, kommt eine andere Yacht herein und macht uns darauf aufmerksam, dass unser Liegeplatz ihr Liegeplatz sei... Also wieder ablegen und einen anderen freien Platz in der zweiten Reihe nehmen... Späte kommt die freundliche Beamtin und schimpft auf Spanisch... Ein Franzose übersetzt freundlich... Der Skipper moniert und schlechten Platz in der Hoffnung einen Liegeplatz in der ersten Reihe zu bekommen... Der Franzose übersetzt frei mit una mierda... was zu beinahe Wutausbrüchen seitens der Dame führt... Wir bleiben also wo wir sind... 1830

Bevor wir essen gehen, legt an dem freien Platz die tags zuvor überholte ALU-Yacht an...


24.09.2007 
Lat 30° 24,026' N      Lon 011° 34,274' W
Mitsegeln von Marokko nach Lanzarote
Der Anker mit 50 m Kette hat gut gehalten - die ganze Nacht schwojte die Yacht nur um max. 15 m... trotz desd starken WIndes.

Gegen 0900 wollen wir auslaufen - also gen 0730 aufstehen. Kurz drauf läuft eine ALU-Yacht mit rotem Streifen und rotem LazyBag aus, während wir frühstücken. Lt. WIndfinder sollen wir N-NE-liche Winde haben mit 4-5. Ideale Bedingungen also - die Offziellen Wetterdienste haben noch keine neue Prognose...

Um 0910 dann Anker lichten - wir hatten befürchtet, dass der Anker sich hinter irgendetwas festgehakt bzw. verkeilt hatte, da er so gut gehalten hat. Aber er lies sich letztendlich ganz einfach bergen.

Kaum aus der Bucht draußen, setzen wir Groß und Genua und setzen südwestlichen Kurs ab. Je nach Böeneinfall und Windrichtungsänderungen laufen wir bis zu 9,5 Knoten und schon am frühen Nachmittag erkennen wir weit vor uns eine Segelyacht.

Wie sich später per Fernglas heraus stellt, handelt es sich um die größere ALU-Yacht, die heute morgen weit vor uns auslief. Noch vorm Dunkelwerden überholen wir sie und lassen sie weit hinter uns... schönstes Atlantiksegeln.


23.09.2007 
Lat 31° 30,156' N      Lon 009° 46,304' W
Ankern in der Bucht bei Essaouira
Die Crew ist ganz begeistert vom Markt in Essaouira (Essuira) und will noch einen Tag hier verbringen...

Das Problem ist, dass wir gestern nur wenig Wasser unterm Kiel hatten - die 3 m Wassertiefe scheinen nicht für das gesamte Hafengebiet zu gelten oder der Bereich, wo wir und die anderen Yachten liegen, scheint verschlammt. Und heute soll das Nachmittagsniedrigwasser um bis zu 50 cm niedriger sein als gestern - Springzeit! So würden nur wenige cm Wasser unterm Kiel bleiben, was uns allen nicht reicht - also wollen wir in der Bucht ankern und mit dem Dinghi in die Stadt übersetzen.

Das morgentliche Ablegen unseres Nachbarliegers nutzen wir als Aufbruchsignal und ankern bei der angegebenen Position. Dann erst mal frühstücken... während dessen nimmt der Wind zu - auf bis zu 6 Beaufort... Der Anker hält gut, aber keiner will das Übersetzen bei dem Wind wagen... aber wir haben ja noch Zeit bis zum Nachmittag. Also schlafen, dösen, lesen, Logbuch schreiben, endlich mal Zeit für sich selbst...

Nachmittags brist der Wind weiter auf und wir haben keine Chance in die Stadt zu kommen, da die Abdrift mit dem Dinghi zu groß wäre und andererseits ist Niedrigwasser... Und zum Lossegeln nach Lanzarote ist es zu spät... also genießen wir das Bild der Kiter und der heimkehrenden Fischer, während Petra und Lars zauberhaftes in der Pantry zelebrieren.

Aufgrund des teiweise stürmsichen Windes gibt es Ankerwachen.


22.09.2007 
Lat 31° 30,505' N      Lon 009° 46,458' W
Hafentag in Essaouira - Marokkos Flair schnuppern
Nach einem Nachttörn haben wir uns wieder einen Hafentag verdient - zumal wir schon über 400 sm hinter uns haben und nur noch rund 240 sm bis Lanzarote bzw. La Graciosa vor uns liegen.

Also mal wieder ausschlafen - morgens begrüßt einer der Offziellen den Skipper - der Offizielle, der so witzig beim Einklarieren war: Was haben sie an Bord, Waffen, Zigaretten, ... - Skipper: Keine Waffen, keine Drogen, aber ich persönlich habe vier oder fünf Schachteln Zigaretten zuviel dabei... - Gib mir eine Schachtel, dann ist der Rest OK... - Skipper mit langem Gesicht und keiner Antwort - Lachen des Offiziellen und A Joke, a joke, it is OK...

Unser Nachbar, an dem wir fest gemacht haben, will sich ab 1600 LT in die Bucht zum Ankern verholen... es sei ihm im Hafen zu laut, zu schmutzig... WIr haben keine Lust uns bei dem starken Wind im engen Hafen zu verholen und versuchen ihn mit mangelnden Sprachkenntnissen zu überreden. Später kommt sein deutsch sprechender Kumpel, der uns schon in Mohammedia per Funk ansprach - Skipper und Auslandsbeauftragter Willi bearbeiten ihn mit unsicherem Erfolg...

Die Crew geht erstmal zum Stadtbummel und berichtet später begeistert vom Flair der marokkanischen Stadt. Der Skipper widmet sich dem Logbuch - auf der Nachbaryacht tut sich erfreulicherweise nichts und Jürgen, Lars und Willi machen sich auf zum Hammam. Sie berichten später von ganzen Hautwürsten, die bei ihnen beim Peeling runter gekommen seien.

Gegen 2300 BZ gehen wir alle gemeinsam in einem tollen Resaurant an der Stadtmauer / Festungsmauer essen - klasse Gerichte und ein sehr guter marokkanischer Wein! Der Skipper schläft im Lokal mitten in der Bewegung, sich eine Zigarette anzustecken ein...


  >> ältere Logbucheinträge